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21. Januar 2005
Ein sehr netter Tag in Otorohanga
 

Halli Hallo!

Heute früh bin ich gegen halb neun in eine Stadt namens Otorohanga gefahren. In Otorohanga ist rein fremdenverkehrsmäßig nicht unbedingt die Hölle los, aber darum bin ich auch nicht hingefahren.

Durch einen Zufall in Form von Kunden bei einem Ausritt bin ich mit einer expandierenden neuseeländischen Spedition in Kontakt gekommen, die mich ganz gerne einstellen würde, wegen meiner „overseas-experience“ und so... Sie haben mir einen Job angeboten, der für mich ziemlich unpassend ist. Ich hab ihnen gesagt, dass ich nicht glaube, für diese Position die richtige Besetzung zu sein. Sie wollten mich trotzdem kennen lernen und darum bin ich heute nach Otorohonga, wo diese Firma namens Freight Lines Limited zu Hause ist, gefahren. Ich hatte eine sehr nette Unterhaltung mit diesen Leuten, sie sind glaub ich auch sehr angetan von mir. Wir werden im April weiterplaudern, wenn ich von Australien zurückkomme, denn vorher wollte ich mich ohnehin nicht festlegen (man will ja den gleichen Fehler nicht 2 Mal hintereinander machen...).

Wo ich schon mal in Otorohanga war, hab ich gleich einen Blick in das dortige sogenannte „Kiwi House“ geworfen. Dort züchten sie Kiwis und auch einige andere Vogelarten, die es nur in Neuseeland gibt. Die Kiwis konnte ich leider nicht fotografieren, weil die Gehege im Dunkeln waren und Blitz verboten. Aber ansonsten wars auch sehr interessant und ein angenehmer Spaziergang durch die ausgesprochen nett und aufwendig gestaltete Anlage.

 

In dieses Überdachte Gebilde kann man hineingehen, da fliegen die verschiedensten Vogelarten "frei" herum... ... unter anderem auch diese beiden. Problem an der ganzen Sache ist dann nur: keine Ahnung was das für Vögel sind. Wenn ich's rausfind, trag ich's nach...

 

Links: ein Kaka (Nestor meridionalis). Er kann auf beiden Hauptinseln Neuseelands und noch häufiger auf einigen der anderen kleinen Inseln gefunden werden. Man kann ihn öfter hören als sehen, weil er hoch oben in den Wäldern lebt. E

r ernährt sich von Früchten, Beeren, Nektar, Insekten und deren Larven. Wegen Waldrodungen ist der natürliche Lebensraum des Kakas, und damit auch die Rasse selbst, bedroht.

Der Kaka legt bis zu 5 Eier und benötigt ca. 24 Tage um sie auszubrüten. Beide Elternteile füttern ihre Jungen, die für 9 bis 10 Wochen im Nest bleiben. 

Rechts: Auch die sieht man eigentlich öfter mal... Gefallen mir mit ihren langen roten Schnäbeln. Wie schon oben gilt hier: wenn ich rausfind, wie sie heißen, wirds natürlich nachgetragen.

 

Am Rückweg is mir beim Tanken ein Neuseeländer ins Auto gefahren und hat mir einen Kratzer auf der Vorderseite von meinem Subaru gemacht. Erst wollte er streiten, aber ich hab ihm klarmachen können, dass ich sozusagen momentan im „Relax Mode“ laufe und tunlichst jeglichen Stress und Streit vermeiden möchte. Der Tankwart hatte dann die Idee, dass er mir einfach Politur kaufen soll und ich polier morgen ein bissi drüber und dann passts scho. Auto eh alt und hat an anderen Eckerln auch schon ein paar Kratzer, die ich dann mit der Politur auch gleich wegpolieren kann. Ich hoff ich komm morgen dazu.

Gegen halb acht abends war ich dann wieder hier auf der Farm, wo ich gerade bei einem gemütlichen Bierchen diese Zeilen hier schreibe.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich einen wunderschönen Tag hatte – eine Beschreibung die eigentlich auf fast alle meine Tage in letzter Zeit zutrifft.

In diesem Sinne schicke ich Euch viele entspannte Grüße. Bis voraussichtlich morgen!

Isi

  

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