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26., 27. und 28. Januar 2005
Northern Circuit, Tongariro National Park
Ein etwas ausgepowertes aber sehr entspanntes HALLO!!!

Christian und ich waren während der letzten 3 Tage im Tongariro National Park und haben dort eine 3-Tages-Wanderung namens "Northern Circuit" gemacht. Die Wanderung war sensationell, und hat alle unsere ohnehin schon sehr hohen Erwartungen übertroffen.

Nachfolgend ein paar Fotos und kurze Beschreibungen, was wir während dieser 3 Tage so alles gesehen und erlebt haben.

 
Tag 1: Whakapapa Village bis Ketetahi Hut

Wir haben in Whakapapa Village das Auto geparkt und sind gegen 10.30 Uhr losmarschiert. Vor allem Christian war voll bepackt, mit Essen, Geschirr, Schlafsäcken und Kleidung für 3 Tage

Unser selbst mitgebrachtes Mittagessen haben wir ca. 3 Stunden später in der Mangatepopo Hut eingenommen. In sämtlichen Hütten gibt es nur Trinkwasser (in großen Tanks gesammeltes Regenwasser) zum Auffüllen, ein paar Gaskocher (aber keine Töpfe!) und Toiletten (normalerweise ohne Papier).
Danach sind wir über den Mt. Tongariro (1.967 m), den ich ja schon letztes Jahr 2 Mal überquert habe, zu unserer Schlafstätte, der Ketetahi Hut marschiert. Wie schon zuvor hat der große rote Krater atemberaubend ausgesehen. Gegen 19.30 Uhr kamen wir ziemlich erledigt und hungrig in der Hütte an.

Zu Sonnenuntergang boten sich uns sehr beeindruckende Bilder...
Nach einem Abendessen (Suppe und Müsliriegel zur Nachspeise) und einer Runde Schnapsen im Schein unserer Taschenlampen (kein Strom auf der Hütte) sind wir in unsere Schlafsäcke gekrochen um im Matratzenlager so gut wie möglich auszuruhen bzw. auszuschlafen.

 

Tag 2: Ketetahi Hut bis Waihohonu Hut

Von ausreichend Schlaf und Frühstück gestärkt sind wir wieder gegen 10.30 Uhr zur zweiten Etappe unserer Wanderung aufgebrochen. Diese führte uns am roten Krater des Mt. Tongariro vorbei (sozusagen ganz links am Foto)

und über für diese Gegend so typisches Lava-Gestein zu unserer Mittagspausen-Station, der Oturere Hut auf 1.360 m (sorry, habe vergessen, das Schild zu fotografieren...). Rechts auf dem Foto könnt Ihr den Weg sehen, den wir gegangen sind.
Danach haben wir die Baumgrenze wieder "unterwandert", auf dem Bild könnt Ihr den ersten Vorboten sehen, er war in etwa einen Meter hoch. Unser Weg hat uns durch bzw. in einen Wald geführt. Nach ca. 2,5 Stunden sind wir bei der nächsten Hütte angekommen, der neuen Waihohonu Hut, mitten in jenem Wald gelegen.
Rechts oben: Das "Innenleben" der neuen Waihohonu Hut: rechts die Stockbetten, vorne und mitte hinten Tische und Bänke zum Sitzen, ganz hinten vorm Fenster Gaskocher. In der Mitte ein Ofen zum Heizen, der aber wegen der humanen Temperaturen nicht in Betrieb genommen wurde. Die Hütten sehen innen praktisch alle gleich aus und haben keinen Strom.

Links: in diesem Bacherl direkt bei der Hütte haben wir am späteren Nachmittag ein Bad genommen - man gönnt sich ja sonst nix... 

 

Tag 3: Waihohonu Hut bis Whakapapa Village

Rechts: Das war unser Ausblick von der Waihohonu Hut am 3. Tag morgens. Es handelt sich hier wieder um den Mt. Ruapehu, diesmal aber genau von der anderen Seite aus betrachtet als ich ihn von der Farm gewöhnt war.

Nach einem kurzen Abstecher in der alten Waihohonu Hut (die erste Hütte, die es im Tongariro National Park gab, 1903 erbaut) haben wir uns auf die letzte Etappe unserer Wanderung begeben. Was mich in der alten Waihohonu

Hut so beeindruckt hat waren die vielen interessanten alten Dinge, die dort einfach frei herumgelegen sind. Schön, dass das noch möglich ist, ohne dass gleich alles gestohlen wird...
Mit etwas weniger Ballast auf den Schultern (nachdem wir 2 Tage lang Lebensmittel verbraucht hatten), dafür halt aber auch schon ein bissi erledigt, sind wir am 3. Tag um 9.40 Uhr von der neuen Waihohonu Hut in Richtung Whakapapa Village aufgebrochen. Der Weg war nicht mehr ganz so anspruchsvoll wie während der ersten 2 Tage, hat uns aber zuerst an zwei sehr schönen Kraterseen, dem lower (Foto rechts) und dem upper Tama Lake (Foto unten links, dort haben wir unser Mitagessen genossen!), und dann an den sogenannten "Taranaki Falls" vorbeigeführt, bis wir dann gegen 17.00 Uhr leicht erledigt wieder beim Auto angekommen sind.
Links: Mittagspause am upper Tama Lake

Rechts: Taranaki Falls ca. 1 Stunde vor Ankunft beim Auto

 

Müde, hungrig, aber dafür sehr, sehr zufrieden sind wir dann nach einer Gesamtstrecke von ca. 40 km gegen 17.20 Uhr zurück in Richtung Farm aufgebrochen.

Wir beide sind von dieser Wanderung so begeistert, dass wir schon am Weg beschlossen haben, dass es auf keinen Fall unsere letzte Mehrtageswanderung bleiben soll. Pläne für weitere derartige Abenteuer auf der Südinsel sind bereits in Arbeit.

 

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