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Hallo
alle zusammen!
Als ich mich Samstag früh in den Flieger Richtung Kuala Lumpur
(Malaysia)
gesetzt habe, hab ich mich noch gefragt, was ich Euch von meiner Nacht
in Sydney vor meinem Weiterflug nach Auckland schon großartig erzählen
soll. So was wie: ich bin gelandet, ins Hotel gefahren, hab geduscht, bin
spazieren gegangen, eventuell noch in eine nette Bar auf einen Drink und
dann ins Bett. Aus. Super-spannend...
Ca. 20 Stunden später hat mich ein Ambulanzteam aus dem Flieger
abgeholt und die Rettungsfahrerin hat gemeint: "Don't worry, this
will be a good story to tell your friends at home!" In diesem
Moment hab ich das eigentlich nicht besonders witzig gefunden, aber als
ich ein paar Stunden später im Krankenhaus in der Notaufnahme
aufgewacht bin, hab ich festgestellt, dass sie gar nicht so unrecht
hatte. Darum jetzt und hier diese "story to tell my friends at home",
die zwar nicht übermäßig lang, aber dafür umso ungewöhnlicher ist:
Der Flug Wien - Kuala Lumpur war eigentlich noch sehr nett. Ich hatte
eine 3-er-Bank für mich allein und hab ein nettes langes Nickerchen
gemacht. Sehr zufrieden und entspannt habe ich den 1-stuendigen
Aufenthalt in Kuala Lumpur für einen Spaziergang am Flughafen genutzt
und bin danach frohen Mutes wieder in den Flieger gestiegen, um die 2.,
etwas kürzere Hälfte meines Fluges nach Sydney anzutreten. Ca. eine
Stunde nach Abflug gab's Essen (für mich ein Gemüsesandwich und Obst).
Etwa 30 Minuten danach haben die Flugbegleiterinnen einen Arzt
ausgerufen (ich dachte, die tun das nur im Film...). Ich hab mir noch
nicht viel dabei gedacht, aber als mir eine halbe Stunde später dann
langsam schlecht wurde, bin ich dann doch misstrauisch geworden und
fragen gegangen. Alles ok hat man mir versichert, es handle sich nur um
eine Dame, die schon krank an Bord gekommen ist. Naja - besser ist es
mir mit der Zeit nicht gegangen - und Magen und Darm haben intensiv
damit begonnen, sich ihrer Inhalte zu entledigen, Einzelheiten möchte ich Euch ersparen. Da hat man mir dann gesagt, dass bereits
sämtliche Paspertin-Tropfen an Bord während dieses Fluges für andere Passagiere
aufgebraucht wurden. Ca. 2 Stunden vor der Landung bin ich dann am Boden
gelegen und ein dunkelhäutiger Arzt (ich weiß nicht mal woher er kam,
geschweige denn, wie er hieß) hat versucht, eine Infusionsnadel in eine
meiner bereits nicht mehr so toll durchbluteten Venen zu stechen (macht
ein interessantes Bild, jetzt, ein paar Tage später, wo all die
Versuchspunkte ihre Farbe von Blau auf Grün ändern...).
Ich war offensichtlich eine von 4 Passagieren, die derartige Beschwerden
hatte, aber wie es aussieht, hat's mich (eh klar...) am schlimmsten
erwischt. Die Ambulanz hat in Sydney schon gewartet und mich direkt aus
dem Flugzeug abgeholt. Im Krankenhaus, wo ich die Nacht (hauptsächlich schlafend) in der Notaufnahme verbracht habe, hat man mir dann nach
einigen Tests gesagt, dass es sich um eine Lebensmittelvergiftung
handelt. Das Fieber ist über Nacht gesunken, die Medikamente haben gut
gewirkt und in der Früh bin ich - noch etwas schwach auf den Beinen
aber ansonsten relativ entspannt - mit dem Taxi zum Flughafen gefahren
und bin wie geplant nach Auckland weitergeflogen. Dort hab ich dann ein
weiteres 12-Stunden-Schläfchen eingelegt und seit dem bin ich wieder
relativ fit, solange ich auf Diät bleibe (was mir nach den
Winter-Weihnachts-Menüs in der Heimat ohnehin nicht schadet).
Darum hab ich hier in Auckland (im Gegensatz zu meinen ursprünglichen
Plänen) auch nicht viel unternommen, außer spazieren gehen, schlafen,
Tee trinken und mit Karin und Rie plaudern. Morgen werd ich wieder nach
Ohakune auf die Farm fahren, die eignet sich ja erfahrungsgemäss
hervorragend zur Genesung.
Werde mich dann bald wieder mit Neuigkeiten melden und schicke Euch bis
dahin viele liebe Grüße!
Isabelle
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