voriger Eintrag

last record

zurück zum Tagebuch

back to the diary

nächster Eintrag

 
5. Januar 2005

Isis etwas andere Nacht in Sydney!

 

Hallo alle zusammen!

Als ich mich Samstag früh in den Flieger Richtung Kuala Lumpur (Malaysia)
gesetzt habe, hab ich mich noch gefragt, was ich Euch von meiner Nacht in Sydney vor meinem Weiterflug nach Auckland schon großartig erzählen soll. So was wie: ich bin gelandet, ins Hotel gefahren, hab geduscht, bin spazieren gegangen, eventuell noch in eine nette Bar auf einen Drink und dann ins Bett. Aus. Super-spannend...

Ca. 20 Stunden später hat mich ein Ambulanzteam aus dem Flieger abgeholt und die Rettungsfahrerin hat gemeint: "Don't worry, this will be a good story to tell your friends at home!" In diesem Moment hab ich das eigentlich nicht besonders witzig gefunden, aber als ich ein paar Stunden später im Krankenhaus in der Notaufnahme aufgewacht bin, hab ich festgestellt, dass sie gar nicht so unrecht hatte. Darum jetzt und hier diese "story to tell my friends at home", die zwar nicht übermäßig lang, aber dafür umso ungewöhnlicher ist:

Der Flug Wien - Kuala Lumpur war eigentlich noch sehr nett. Ich hatte eine 3-er-Bank für mich allein und hab ein nettes langes Nickerchen gemacht. Sehr zufrieden und entspannt habe ich den 1-stuendigen Aufenthalt in Kuala Lumpur für einen Spaziergang am Flughafen genutzt und bin danach frohen Mutes wieder in den Flieger gestiegen, um die 2., etwas kürzere Hälfte meines Fluges nach Sydney anzutreten. Ca. eine Stunde nach Abflug gab's Essen (für mich ein Gemüsesandwich und Obst). Etwa 30 Minuten danach haben die Flugbegleiterinnen einen Arzt ausgerufen (ich dachte, die tun das nur im Film...). Ich hab mir noch nicht viel dabei gedacht, aber als mir eine halbe Stunde später dann langsam schlecht wurde, bin ich dann doch misstrauisch geworden und fragen gegangen. Alles ok hat man mir versichert, es handle sich nur um eine Dame, die schon krank an Bord gekommen ist. Naja - besser ist es mir mit der Zeit nicht gegangen - und Magen und Darm haben intensiv damit begonnen, sich ihrer Inhalte zu entledigen, Einzelheiten möchte ich Euch ersparen. Da hat man mir dann gesagt, dass bereits sämtliche Paspertin-Tropfen an Bord während dieses Fluges für andere Passagiere aufgebraucht wurden. Ca. 2 Stunden vor der Landung bin ich dann am Boden gelegen und ein dunkelhäutiger Arzt (ich weiß nicht mal woher er kam, geschweige denn, wie er hieß) hat versucht, eine Infusionsnadel in eine meiner bereits nicht mehr so toll durchbluteten Venen zu stechen (macht ein interessantes Bild, jetzt, ein paar Tage später, wo all die Versuchspunkte ihre Farbe von Blau auf Grün ändern...).

Ich war offensichtlich eine von 4 Passagieren, die derartige Beschwerden hatte, aber wie es aussieht, hat's mich (eh klar...) am schlimmsten erwischt. Die Ambulanz hat in Sydney schon gewartet und mich direkt aus dem Flugzeug abgeholt. Im Krankenhaus, wo ich die Nacht (hauptsächlich schlafend) in der Notaufnahme verbracht habe, hat man mir dann nach einigen Tests gesagt, dass es sich um eine Lebensmittelvergiftung handelt. Das Fieber ist über Nacht gesunken, die Medikamente haben gut gewirkt und in der Früh bin ich - noch etwas schwach auf den Beinen aber ansonsten relativ entspannt - mit dem Taxi zum Flughafen gefahren und bin wie geplant nach Auckland weitergeflogen. Dort hab ich dann ein weiteres 12-Stunden-Schläfchen eingelegt und seit dem bin ich wieder relativ fit, solange ich auf Diät bleibe (was mir nach den Winter-Weihnachts-Menüs in der Heimat ohnehin nicht schadet).

Darum hab ich hier in Auckland (im Gegensatz zu meinen ursprünglichen Plänen) auch nicht viel unternommen, außer spazieren gehen, schlafen, Tee trinken und mit Karin und Rie plaudern. Morgen werd ich wieder nach Ohakune auf die Farm fahren, die eignet sich ja erfahrungsgemäss hervorragend zur Genesung.

Werde mich dann bald wieder mit Neuigkeiten melden und schicke Euch bis dahin viele liebe Grüße!
Isabelle

  

 

voriger Eintrag

last record

zurück zum Tagebuch

back to the diary

nächster Eintrag