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23. Februar 2005
Fahrt von Te Anau nach Invercargill
 
Hallo aus der großen Stadt!

Die letzte Nacht haben wir in einem Backpackers in Te Anau verbracht. Nach Frühstück und auschecken sind wir losgefahren, in die südlichste Stadt der Südinsel, namens Invercargill. Für die Fahrt dorthin haben wir eine längere Strecke gewählt, die vorbei an jeder Menge sehenswerter Orte führt. Die Straße heißt Southern Scenic Route. Sie beginnt in Te Anau und führt durch Invercargill und durch ein Gebiet namens "The Catlins" bis in ein kleines Städtchen namens Balclutha, wo sie wieder mit der "Hauptstraße", dem sogenannten Highway 1, zusammentrifft. Die Southern Scenic Route ist insgesamt 362 km lang und nicht besonders stark frequentiert. 22 km davon sind nicht einmal asphaltiert.

Als erstes haben wir in einem kleinen Ort namens Tuatapere angehalten. Abgesehen von einem recht netten Museum ("Bushman's Museum") gibt's dort auch einen kleinen Rundgang durch einen kleinen Wald mit über 1.000 Jahre alten Bäumen, den sogenannten "totara trees". Während unseres Spaziergangs hat's leider zu regnen begonnen und die mächtigen Bäume waren auch nicht so leicht zu fotografieren, darum gibt's hier leider kein Foto.

Es war jetzt nicht so, dass wir so ein Riesenpech mit dem Wetter hatten, weil es ein bisschen geregnet hat. Wie Ihr auf dieser Statistik ("gestohlen" im Bushman's Museum) erkennen könnt, haben die es nicht so mit dem tollen Wetter. Und das liegt ganz einfach daran, dass Tuatapere schon so weit im Süden liegt.
Danach sind wir weitergefahren, zu einem kleinen Ort namens Orepuki. Dort gibts einen schönen Strand (siehe Foto unten links) mit einer Mini-Insel namens "Monkey Island" (siehe Foto unten rechts) davor. Eigentlich ist es nur bei Flut eine Insel, bei Ebbe kann man einfach hinüber gehen. Die Maoris haben sie früher mal verwendet, um nach Walen Ausschau zu halten.
Am Nachmittag sind wir im überraschend großen Invercargill eingetroffen. Christian, der gefahren ist, musste (von einem Polizisten, der uns angehalten hat) unfreiwillig eine Belehrung über das Befahren von mehrspurigen Kreisverkehren in Neuseeland über sich ergehen lassen. Die angedrohte Strafe von NZ$ 200,-- mussten wir glücklicherweise nicht bezahlen.

Von dem Bullen ganz aus dem Konzept gebracht haben wir dann die Zündung nicht ordentlich abgedreht (das Schloss ist schon ein bissi ausgeleiert), worauf uns prompt die Batterie leer geworden ist. Die Gastgeber von unserem erwähnenswert netten Backpackers namens "The Kackling Kea" haben uns mit einer Starthilfe aus der Patsche geholfen.

Zwecks Batterie-Aufladen sind wir am Abend noch ein bisschen weiter südlich gefahren, in einen Ort namens Bluff. Von dort aus gehen die Fähren zu einer kleinen, noch weiter südlich liegenden Insel namens Steward Island weg. Ursprünglich wollten wir auch für 2 oder 3 Tage auf diese Insel, doch der schlechte Wetterbericht hat uns umgestimmt. Wir wollten in Bluff etwas trinken und dann wieder zurückfahren, mussten aber leider feststellen, dass es in Bluff nichts Erwähnenswertes gibt, abgesehen von einem Dorfwirtshaus. Also sind wir ohne Stopp wieder zurück gefahren. Die Batterie war wieder aufgeladen, aber zur Abwechslung eines der Abblendlichter ausgefallen. Aber: MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG! Und nach diesem Motto haben wir uns nach einem Abendbierchen in Invercargill in unser Bettchen verzogen und das Austauschen des Abblendlichts auf morgen verschoben.

In diesem Sinne - bis morgen dann!

Isabelle

 

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