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24. Februar 2005
Fahrt von Invercargill nach Tarara
 
Ein zufriedenes Hallo aus dem idyllischen Tarara!

Heute Vormittag haben wir uns gegen 10.00 Uhr von unserem so netten Backpackers "The Kackling Kea" in Invercargill verabschiedet. Den restlichen Vormittag (und einen Teil des Nachmittags) haben wir mit Autolampenkauf und -einbau, Internetcafe, Wanderinfo einholen, kleinem Einkauf, Tanken und Cafehausbesuch verbracht. In dem Backpackers, in dem wir die nächsten beiden Nächte gebucht haben, hat man uns schon am Telefon gesagt, dass es im Umkreis von 50 km keinen Supermarkt oder ähnliches gibt, darum waren diese Besorgungen leider größtenteils unumgänglich.

Gegen 15.00 Uhr konnten wir dann endlich Invercargill verlassen und uns auf den Weg in die Catlins machen. "The Catlins" ist der Name der Region, in der wir die nächsten Tage verbringen wollen. Diese Gegend wird in den Reiseführern als eine Art vergessenes Paradies Neuseelands, mit viel Wildlife und wenig Menschen beschrieben. Das könnten wir ganz gut gebrauchen, denn in den Städten gefällts uns eigentlich immer weniger. Tarara, wo unser nächstes Backpackers sein sollte, ist ein kleines Kaff, das auf einigen Karten nicht mal eingezeichnet ist. Wir sind trotzdem zuversichtlich, es zu finden.

Auf dem Weg dorthin haben wir aber noch zwei kleine Stationen eingeplant, die uns interessant erschienen:

 

Waipapa Point

1884 hat man hier nach einer schlimmen Schiffskatastrophe einen Leuchtturm errichtet. Man kann ihn (von außen) besichtigen, ein paar Schilder erzählen die unschöne Story.

Wir wollten die Gelegenheit für einen Spaziergang an diesem tollen, einsamen und idyllischen Strand nutzen. Schnell haben wir aber gelernt, dass dieser Strand zwar sehr toll und idyllisch, nicht aber einsam ist. Denn ein paar Seelöwen haben ihn für ihr Nachmittagsschlaferl auserkoren.

Obwohl sie von unserer Anwesenheit absolut unbeeindruckt waren, haben wir uns trotzdem sehr bemüht, sie nicht beim Ruhen zu stören. Um diese Selbstverständlichkeit wird man auch auf einem Schild am Weg zum Strand gebeten. Es ist toll, diese Tiere in freier Natur zu erleben. Ich hoffe, dass das noch sehr lange so möglich sein wird...

 

Curio Bay

Ein paar Kilometer und einen kleinen Fußmarsch später erreichten wir unser nächstes Ziel, eine schöne Bucht namens Curio Bay. Dort gibt es den sogenannten "Fossil Forrest". Das sagt eigentlich eh schon alles aus. Der fossile Wald ist in etwa 160 Millionen Jahre alt und gilt unter anderem als Beweis dafür, dass Neuseeland einmal

Teil des früheren Superkontinentes "Gondwanaland" war. Viele der hier identifizierten Pflanzenarten sind Pflanzen in Südamerika sehr ähnlich.

Am Weg zum Fossil Forrest haben wir einen sogenannten "Yellow Eyed Penguin" (zu deutsch: Gelbaugenpinguin) erspäht, der sichs auf einem Stein gut gehen hat lassen. Auch er hat sich wenig beeindruckt von unserer Anwesenheit gezeigt. Der yellow-eyed penguin (hoiho) ist die zweit-seltenste Pinguinart der Welt. Er ist, wie der Name schon sagt, leicht durch seinen gelb gescheckten Kopf und die gelb umrandeten Augen zu erkennen.

 

Am früheren Abend sind wir dann in unserem Backpackers in Tarara eingetroffen. "The Falls Backpackers", wie es genannt wird, liegt auf einer Farm. Die Farmer betreiben es sozusagen als kleines Zweiteinkommen. Es gibt nur 8 oder 9 Betten dort, dementsprechend nett und heimelig kann es betrieben werden. Die Inhaberin namens Debbie Francis ist auch wahnsinnig nett, und sehr bemüht, damit sich jeder wohlfühlt. Dazu gehört z.B., dass jeder Gast in der Früh ein von den Haushennen frisch gelegtes Ei bekommt. Wir waren von unserem tollen, riesigen Doppelzimmer so begeistert, dass wir zu unseren 2 gebuchten Nächten gleich eine dritte angehängt haben. Für das Zimmer verrechnen sie uns gerade mal NZ$ 25,- pro Person (= ca. € 15,-).
Rechts: Debbie macht von all ihren Gästen ein Foto, klebt es in ein Fotoalbum und schreibt Namen und Herkunftsland dazu. Es ist wirklich interessant, da so durch die Alben durchzublättern und zu sehen, was für Leute dort schon so gewohnt haben. Unser Foto hab ich ihr gleich abgeschnorrt - eh klar.

 

Morgen möchten wir gerne eine Tageswanderung namens "Top Track" machen, die lt. Reiseführer sehr schön sein soll. Eigentlich ist es eine Zweitageswanderung aber wir sollten sie problemlos an einem Tag schaffen. Die Wanderung geht über einiges an privatem Land, darum muss man bei einer Firma in Papatowai (die nächstgrößere Ortschaft und gleichzeitig Startpunkt der Wanderung) eine Gebühr bezahlen, gegen die man dann ein paar Karten bekommt und die Erlaubnis, deren Land zu passieren. Da werden wir also morgen nach dem Frühstück hinfahren - wir freuen uns schon darauf.

Schöne Grüße!

Isabelle und Christian

 

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