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| 26. Februar 2005 |
| Ein Tag ohne Kamera |
| Hallo!
Es soll mal möglich gewesen sein, ohne Kamera einen Urlaubstag zu verbringen. Und - komisch! Das ist es noch immer! Denn heut haben wir sie ganz einfach daheim vergessen. Und wurscht wars. Weil die Anbieter vom "Top Track" waren noch immer nicht anzutreffen. Also haben wir uns ein Alternativprogramm zusammengestellt. Und dieses war zwar sehr nett, ist aber auch sehr gut ohne Kamera ausgekommen. Zuerst sind wir zu den sogenannten "Cathedral Caves" gefahren. Diese nur bei Ebbe (bzw. 2 Stunden davor und danach) begehbaren Höhlen liegen an einem Strand namens Waipati Beach. Sie haben Ihren Namen 1893 von einem Dr. T. Hocken bekommen, weil sie ihn von ihrer Form her an eine englische Kirche erinnerten (uns haben sie an eine österreichische erinnert...). Sie sind ca. 30 Meter hoch und sind im Laufe der Jahre durch Erosion entstanden. Recht nett, aber nicht so unglaublich, wie es uns im Vorhinein geschildert wurde. Am Rückweg, der uns um die Mittagszeit nach Papatowai führte, sind wir zu einem 15,5 km langen Wettlauf gestoßen, der gerade in vollem Gange war. Wir haben uns ein bisschen geärgert, hätten wir gestern davon erfahren, wären wir heute mitgelaufen. So haben wir nur ein bisschen die Atmosphäre in uns aufgesogen und die ersten, nach etwas mehr als einer Stunde im Ziel eintreffenden Läufer ein bisschen angefeuert. Komisch, die scheinen das hier nicht wirklich gewöhnt zu sein, manche waren ziemlich überrascht und einige haben sich bei uns bedankt und uns gesagt, wie gut das tut. Am Nachmittag haben wir in Papatowai eine Mini-Wanderung namens "Old Coach Road" gemacht. Schon nach wenigen hundert Metern war unser Weg mit einer Schnur abgesperrt. Wir haben kurz überlegt und uns dann entschieden, das Schnürl zu ignorieren und weiterzugehen. Der Weg führte durch einen Wald, der offensichtlich schon länger nicht benutzt wurde, denn wir sind durch hunderte von Spinnennetzen gekommen. Und nach ca. einer halben Stunde hat sich das Beschreiten des Wegs zu einer ziemlichen Schlammschlacht gewandelt. Da haben wir dann auch verstanden, warum er abgesperrt war. Aber - Rees-Dart-Track-geprüft (15. - 17. Februar) hat uns das nur einen Lacher gekostet und wir sind da durch. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir zu einem tollen, (wie immer) einsamen Strand gekommen, an dem entlang wir wieder zurück zum Startpunkt spaziert sind. Die ganze Geschichte hat ziemlich genau drei Stunden gedauert. Zusammenfassend würd ich sagen: Trotz Matsch eine ganz tolle, kurze Wanderung bei hervorragendem, warmem Wetter. Zufrieden sind wir am Abend wieder zum "The Falls Backpackers" gefahren. Morgen werden wir (schade!) die paradiesischen Catlins verlassen und entlang der Southern Scenic Route zur Ostküste der Südinsel fahren. Weiter Richtung Norden, Richtung Stadt und Zivilisation. Hier hätten wirs schon noch ein paar Tagerln aushalten können... Aber leider steht Christians Rückflug am 2. März bevor und wir sind praktisch gezwungen, jetzt weiterzuziehen. Wir schicken viele zufriedene, ruhige und entspannte Grüße in die Heimat! Christian und Isabelle
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