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29. März 2005
Morialta Circuit
 
Hallo Ihr Lieben!

Heute war ein richtig toller Tag. Gestern brav ins Bettchen gegangen war ich heute früh relativ fit, als die ersten Zimmerkollegen (sind ja immerhin 9 an der Zahl) gegen 7.00 Uhr aufstanden. Also bin ich auch gleich auf, hab gefrühstückt, meine Sachen gepackt und für den Tag sicher verstaut, ausgecheckt und mich dann gleich in Richtung Busstation begeben. Ich hab mir um AUS $ 6,40 (fast geschenkt, verglichen mit Melbourne, wo man $ 12,40 bezahlt) ein Tagesticket gekauft und bin mit dem Bus zu einigen in der Nähe von Adelaide gelegenen Hügeln gefahren.

Leider war das Wetter heute nicht das beste. Es war zwar mit 26 °C fast so warm wie die letzten paar Tage, aber es war bewölkt und hat immer wieder ein bisschen getröpfelt. Weil ich aber diese Wanderung schon seit Tagen machen wollte (und nicht konnte, weil an den Feiertagen keine Busse gefahren sind), war mir das Wetter wurscht und ich habs einfach durchgezogen. Sozusagen als Schlechtwetter-Gewöhnungstherapie für Neuseeland ab Freitag.

 

 

Der Eingang zum "Morialta Conservation Park", lag praktischer weise gleich neben der Busstation. Als erstes bin ich auf einen Hügel namens Hogan Hill hinaufspaziert.

Rechts: Gute Aussicht vom Hogan Hill, wenn man das schlechte Wetter und die geringe Höhe von ca. 300 m bedenkt...

Links und Rechts unten: Diese ungewöhnlich aussehenden sogenannten Grass Trees (Xanthorrhoea spp) sind weit verbreitet im Süden Australiens, sie wachsen meistens auf sandigem Untergrund. Sie haben sehr dünne, lange Blätter, einen kurzen dicken Stamm und eine dünne, bis zu 3 m hohe Blüte, die aus einem Stengel mit unzähligen kleinen Blüten an der oberen Hälfte besteht. Ich habe jede Menge von diesen Bäumen auf meinem Weg gesehen, sie gefallen mir ziemlich gut.

Teilweise ist das Gestein schon ziemlich rot in dieser Gegend, man bekommt eine Idee, wie es dann weiter in Richtung Norden (Richtung Ayers Rock) aussehen könnte...

Links: Von diesen Höhlen gibt es einige in den Adelaide Hills, das ist angeblich die größte, sie heißt dementsprechend "Giants Cave". Sie bietet Schutz und Lebensraum für einige Eulenarten. Und ist natürlich sehr schön anzusehen.

Der Morialta Circuit Track führt vorbei an drei sogenannten Wasserfällen, die einfallsreich First Falls, Second Falls und Third Falls getauft wurden. Nur das mit den Wasserfällen im Herbst ist so eine Sache in Australien - sie sind nämlich keine. Man kann die Verhältnisse hier nicht mit den oft reißenden Flüssen in Neuseeland vergleichen (dafür fällt man auch nicht so leicht hinein), im Regelfall sind die Flüsse total ausgetrocknet. Und die Wasserfälle erinnern halt eher an ein Rinnsal. Und so gesehen waren die First Falls und die Second Falls gar nicht so schlecht, weil zumindest vorhanden, im Gegensatz zu vielen anderen, die ich in den letzten Wochen hätte sehen sollen (bzw. wollen). Auch die Third Falls hab ich mangels Wasser leider verpasst...

Frohe Ostern! Heute suchen wir keine Eier, sondern Wasserfälle. Dieses Foto hier müsst Ihr vermutlich vergrößern (einfach anklicken!), um die sogenannten First Falls zu finden. Kleine Hilfe: ganz links unten. Ja! Echt! Das ist der Wasserfall. Ich hatte akustische Hilfe, darum hab ich mir leichter getan... Aber die Gegend ist halt trotzdem sehr schön. Der hier (Second Falls) ist ein bisschen einfacher zu finden.

Nach dem erfolgreichen Passieren der Wasserfälle bin ich über einen Sattel auf den nächsten Hügel, den "Rocky Hill" mit 427 m.

Links: Schöne Aussicht auf Adelaide vom Sattel zum Rocky Hill

Ein Yellow Tailed Black Cockatoo auf der Flucht vor mir. Die Hoffnung so einen in freier Natur zu sehen, hab ich eigentlich schon aufgegeben gehabt, heute waren es gleich einige - da freut sich die Isi Diese etwas instabile Geröllpiste war der Weg hinunter vom Rocky Hill. Hat ca. ein Jahr gedauert, bis ich die paar hundert Meter endlich unten war...

Während der letzten paar Kilometer bin ich dann noch an einem kleinen Felsvorsprung vorbeigekommen, in dem sich vom Regen ein kleines Wasserbad gebildet hatte. Da haben sich ein paar Papageien ein nettes Bad drin genehmigt und waren darüber so aus dem Häuschen, dass sie gar nicht geflüchtet sind, als ich näher kam, um ein paar Fotos zu schießen. Die Rassen werden wieder nachgereicht, wenn ich sie herausfinden kann.

 

Am Nachmittag bin ich nach einem ca. 15 km-Marsch mit dem Bus wieder in die City gefahren, hab mir mein Gepäck geholt, geduscht und bin mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Um 20.00 Uhr hatte ich meinen Flug zurück nach Melbourne, wo mich schon Terry (siehe 16., 17. und 18. März) am Flughafen erwartete. 

Nach einem kurzen aber sehr netten Plauderstündchen mit Terry bin ich schlafen gegangen. Ist schon toll, ein Zimmer ganz alleine in Terry's Haus... Keine 9 anderen Leute. Schön.

Isi lässt grüßen

 

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