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8. März 2005
Bewegung in meinem Leben
 
Ein entspanntes Hallo von der Banks Peninsula!

Heute war im Vergleich zu gestern dann doch einiges los...

In der Früh punkt 9.00 Uhr bin ich mit Auto parat gestanden, um meinen Zimmerkollegen Jerry und auch Chris (ein netter Australier, der in dem Backpackers arbeitet, in dem ich wohne) zum Flughafen zu chauffieren. Als absolut akzeptable "Gegenleistung" dafür, durfte ich mit Jerry bei einem Rundflug um Christchurch und die Banks Peninsula mitfliegen (Chris kam auch mit). Jerry ist ursprünglich Engländer, ist aber vor 6 Jahren nach Neuseeland übersiedelt. Er sagt, er hat England aufgegeben, und ist darum nicht so happy, wenn man ihn als Engländer bezeichnet. Aber gewisse Dinge erinnern halt schon an seine Herkunft, wie Aussprache, Pünktlichkeit und Gründlichkeit und auch ein absolut guter und trockener, englischer Humor.

rechts: Pingeligkeit, die ein sehr gutes Gefühl macht: Jerry beim Überprüfen der Maschine

unten links: Vertrauen, das kein gutes Gefühl macht: Vom Flugclub weg hätten wir ohne Hindernisse zum internationalen Flughafen hinüber marschieren können. Was wir in unseren Rucksäcken haben, hat niemanden interessiert.

unten rechts: Christchurch von oben

Wegen des heute so starken Windes hat die Flugschule sämtliche Stunden abgesagt. Jerry hat gemeint, dass es bei diesen Wetterverhältnissen doch ein bisschen rütteln kann. Ich hab ihm selbstbewusst versichert, dass mir beim Fliegen sowieso nicht schlecht wird, er sich also diesbezüglich nicht zu sorgen braucht. Nachdem wir um 10.25 Uhr abgehoben und über Christchurch (siehe Foto oben) Richtung Banks Peninsula geflogen sind, hab ich mich dann aber doch gefragt, ob die zweite Scheibe Brot zum Frühstück wirklich notwendig war. Die Turbulenzen haben zwar nicht aufgehört, aber der Flug ist dann doch ein bisschen komfortabler geworden, so dass ich ein paar, nicht verwackelte Fotos von Godley Head und der Banks Peninsula schießen konnte.

Unten links: Godley Head und rechts im Hintergrund Taylors Mistake, wo Rika und ich letzten Freitag (4.3.) spazieren gegangen sind. Die Wege sind auch von oben sehr gut erkennbar.

Unten rechts: Quail Island und rechts davon der Hafen von Lyttelton, da waren Rika und ich am Sonntag

Oben links und rechts: Die Banks Peninsula, eine beeindruckende Hügellandschaft, vor vielen Millionen Jahren durch Ausbrüche zweier Vulkane entstanden.
links: Am Rückweg sind wir von der anderen Seite gekommen. Rechts ragt Godley Head ins Meer, davor ist Quail Island gut zu erkennen. Im Hintergrund Christchurch, wo wir wenig später gelandet sind.
Als Jerry ca. eine Stunde später bei nach wie vor sehr starkem Wind zur Landung ansetzte, haben alle - auch er - Probleme erwartet. Die Landung war dann eine der sanftesten, die ich je erlebt habe. Ich bin von Jerrys Flugkunst ziemlich beeindruckt. Er selbst ist auch sehr stolz über seine "smooth landing". Zu Recht.

Damit sich Jerry aufs Fliegen in diesen Turbulenzen konzentrieren kann, hat er diesmal darauf verzichtet, Fotos zu schießen. Darum hab ich ihm meine versprochen, die gibts hier zum Download bis 1. Mai 2005. An alle anderen: es sind viele gute Fotos dabei, die besten habt ihr bereits oben gesehen. Der Ordner, den man mit diesem Link downloaden kann, ist ziemlich groß.

 

 

Punkt 12.00 Uhr war ich zurück in Christchurch, um meinen Labtop zur örtlichen Sony-Niederlassung bringen zu können. Dort wurde er von einem sehr effizienten und freundlichen Sony-Mitarbeiter namens Dan innerhalb weniger Minuten um 512 MB aufgerüstet, was ihn um einiges schneller gemacht hat. Kostenfrei (den Speicher hab ich wo anders besorgen müssen) versteht sich. Isi wieder beeindruckt.

 

Um 13.15 Uhr hab ich dann Joe (der Schweizer, mit dem ich gestern unterwegs war) und Chris abgeholt. Joe und sein ganzes Zeug (incl. Fahrrad) haben wir zum Flughafen gebracht, Chris und ich sind danach Richtung Banks Peninsula weitergefahren. Ca. 3 Stunden später habe ich Chris nach einem gemeinsamen Cafe und einem netten Plauderstündchen über Wanderungen in Australien in seinem Backpackers abgesetzt und bin weiter in Richtung der Farm gefahren, auf der ich die nächsten paar Tage verbringen will.
Ca. eine weitere halbe Stunde später bin ich dort angekommen. Die Farm liegt idyllisch in einer Bucht namens Goughs Bay. Und Isi schon wieder beeindruckt.

rechts: Goughs Bay. Rechts am Hügel kann man die Schotterstraße erkennen, die zur Farm führt

Das Haus ist sehr schön und sauber. Ich hab ein eigenes Zimmer mit Wahnsinnsaussicht auf Bucht und Meer. Die Familie ist so nett, dass ichs kaum glauben kann. Zum Arbeiten ists ja schon viel zu spät, trinkst lieber ein Glaserl Wein mit uns. Und Isi schon wieder beeindruckt. Bis morgen!

Isabelle

 

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