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9. März 2005
Auf der Farm in Goughs Bay
 
Määhhh!

Es gibt in Neuseeland zwei Listen, in denen man Farmen finden kann, die Leute zum helfen gegen freie Kost und Logis aufnehmen:

WWOOF: Willing Workers On Organic Farms. Die größere der beiden Listen. Gibt's von vielen verschiedenen Ländern.

FHINZ: Farm Helpers In New Zealand. Die billigere, die ich habe. Sie umfasst ca. 190 Farmen.

Bob und Marilyn Masefield stehen in keiner von diesen beiden Listen. Sie haben einen Aushang in einer Jugendherberge (in der ich NICHT gewohnt habe) gemacht, durch Zufall hab ich das entdeckt und einfach hingeschrieben. Und wie es aussieht, bin ich damit ziemlich gut gefahren!

Den heutigen Tag habe ich mit (sehr!) leichter Hausarbeit und dem (gemächlichen) Aufklauben, Einladen, Ausladen und Stapeln von ca. 250 Ziegelsteinen verbracht. Ich bin den ganzen Tag mit Marilyn unterwegs gewesen. Definitiv gearbeitet hab ich aber vielleicht 4 oder 5 Stunden, den ganzen Rest des Tages haben wir mit Fahren bzw. Plaudern und Teetrinken mit Marilyns Eltern (dort haben wir die Ziegelsteine abgeholt) ausgefüllt. Auch sie sind Farmer, mit einem ähnlich schönen und modernen Anwesen wie es das von Marilyn und Bob ist.

Bob und Marilyn haben zwei "Kinder", Tim, der Pilot ist und irgendwo auf der Nordinsel lebt und arbeitet und die 20-jährige Pip (kurz für Philippa), die zumindest fallweise noch zu Hause wohnt und in Akaroa jobbt. Und noch 2 sehr wichtige Familienmitglieder gibt es: Banjo, ein Mops und eine unglaublich riesige und fette Katze, deren Namen ich mir nicht merken kann.

Links: die Katz hat sich's auf meinem Bett gemütlich gemacht, als ich in mein Zimmer kam, hab ich sie aufgeweckt. Ein Gähner aus dem Monsterkopf war die Antwort.

Links unten: aber danach natürlich: umdreht und weiterg'schlafen. Keine Frage.

Unten rechts: Banjo. Er ist eigentlich Marilyns Hund. Wenn Bob mit Marilyn über ihn spricht, nennt er ihn nur "your boyfriend" (Frei übersetzt: Dei Habschi)

Rechts: Bob, Marilyn, Pip und Banjo am Abend gemeinsam im Wohnzimmer. Tolle und lustige Familie.

Banjo ist ein witziger Hund. Er ist ein richtiger Schoßhund und folgt Marilyn auf Schritt und Tritt. Wenn er schläft (also ziemlich oft), schnarcht er. Wenn ihn was stört, brummt er (hab ihn aber nie knurren hören). Wenn er sich wohlfühlt manchmal auch. Gegenüber den arbeitenden Hirtenhunden, die draußen in Zwingern gehalten werden, hat er ziemliche Chefallüren. Eh klar - is ja Chefins Habschi. Ich denk mal, die anderen Hunde würden sogar die Gesellschaft der Katz mehr schätzen, als seine. Ein Gfrast halt...

 

Freu mich schon auf morgen. In dieser Gesellschaft (Menschen & Tiere) ist jede Minute schön.

Bussi und bis morgen.

Isi

 

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