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25., 26., 27., 28 und 29. April 2005
Travers-Sabine Circuit, Nelson Lakes National Park
 
Ein entspanntes Hallo nach einer tollen Wanderung!

Immer wieder wenn ich in diesem Land wandern geh, denk ich mir, dass es wohl besser nicht mehr geht. Und dann geh ich wieder und stelle fest: es geht doch noch ein bissi besser. Und so wars diesmal auch.

Everytime I go on a hike in this country I think, that it can't be any better. Then I go on the next one and I learn: it can.  

Der sogenannte Travers-Sabine Circuit im Nelson Lakes National Park ist eine mehr herausfordernde Wanderung als der St. James Walkway, den wir von 5. bis 8. April gemacht haben. Er geht in den vorgeschlagenen 6 Tagen (wir habens in 5 erledigt) auf 72 km zwei mal ins hoch hinauf ins Gebirge und ist auch ansonsten sehr abwechslungsreich. Mit einer kurzen Ausnahme am zweiten Tag hatten wir 5 Tage lang sozusagen Bilderbuchwetter. Und wo jetzt langsam aber sicher der Winter in dieses Land einzieht, ist das schon bemerkenswert.

The Travers-Sabine-Circuit in the Nelson Lakes National Park is a more demanding hike than the St. James Walkway was, which we did from the 5th to the 8th of April. During the suggested 6 days (we did it in 5) the 72 km long track heads up the mountains twice and crosses very varied terrain. Apart from a short period on the second day we had wonderful weather for 5 days. Now, as winter is starting in this country we were extremely fortunate.

Auch die Hütten auf diesem Track sind eine Erwähnung wert. Sie sind praktisch ausnahmslos recht geräumig und in hervorragendem Zustand. Wie alle Hütten auf Neuseelands Wanderwegen haben sie keinen Strom und nur Regenwasser (das diesmal auf 2 der Hütten leider gut aber aus war). Essen, Geschirr und Kocher bringt man selbst, Schlafmöglichkeit gibts im Matratzenlager. Plumpsklos, auch alle in annehmbarem Zustand waren immer in akzeptabler Nähe der Hütten.

Also the huts are worth mentioning. Nearly all of them are spacious and in a very good condition. Like nearly all huts on New Zealand's tracks they don't have electrical power and only rain water tanks (which where unfortunately empty in 2 of them). Food, dishes and cooker have to be brought in. There are bunks with matrasses. The drop toilets are in good condition and near the huts.

Einziger Nachteil an dieser Geschichte: bereits vor Antritt der Wanderung haben wir uns beide (Chris und ich) eine unangeheme Verkühlung eingefangen, die momentan Halb-Neuseeland zu haben scheint. Zwar kein Fieber, aber nervender Husten und Schnupfen ohne Ende.

The only disadvantage for us: already before starting the walk we both (Chris and I) caught a cold that all New Zealand seems to be suffering from at the moment. No fever, but annoying coughs and sniffles.

Rechts: Das ist jetzt nicht unbedingt eine aktuelle Karte, aber abgesehen von der Bettenanzahl in den Hütten (Unter dem Hüttennamen in roter Schrift eingeklammert) hat sich nicht wirklich etwas verändert.

Right: This is not a current map, but apart from the number of beds in the huts (under the hut's names in red letters) nothing has changed.

 

Tag 1: St. Arnaud bis John Tait Hut

Day 1: St. Arnaud to John Tait Hut

Nach einem morgendlichen Anruf bei meiner Omi gegen 4.00 Uhr (da wars bei ihr 18.00 Uhr abends) haben Chris und ich uns gegen 5.00 Uhr ins Auto und mit selbigem auf den Weg zum Nelson Lakes National Park begeben. Wir haben in etwa 400 km in ca. 6 Stunden zurückgelegt. Nachdem wir vor Ort letzte Informationen über Wetter und Wanderung eingeholt und das Auto sicher geparkt haben, sind wir gegen 12.00 Uhr aufgebrochen. 

I gave my Grandma a phonecall in the early morning at about 4 am (it was 6 pm in Austria). At about 5 am Chris and I left Christchurch on our trip to the Nelson Lakes National Park. We drove about 400 km in about 6 hours. After getting the latest weather and track information and parking the car in a secure place we started walking at midday.

Der 21 km lange Marsch hat uns - vollbepackt mit Essen, Kleidung und Campingausrüstung für 5 Tage - hauptsächlich durch relativ ebenes, bewaldetes Gebiet geführt. Es war ein sehr angenehmer Weg, die ersten drei Stunden entlang des schönen "Lake Rotoiti", dann weitere drei entlang eines Flusses namens "Travers River". Gegen 17.30 Uhr mussten wir feststellen, dass wir uns in Bezug auf die Abenddämmerung ein bisschen verschätzt hatten, und dass es bereits begann, dunkel zu werden. Um 18.00 Uhr waren wir - laut Schildern - noch immer in etwa 1,5 Stunden von unserer geplanten Schlafstätte, der "John Tait Hut", entfernt und es war bereits stockdunkel. Also haben wir uns unsere Kopf-Taschenlampen umgeschnallt und sind im Dunkeln weitermarschiert. Schon an diesem ersten Tag war ich trotz der nachts niedrigen Temperaturen froh darüber, zu wissen, dass Chris seit Zelt dabei hat - "Nur für den Fall...." - wie er immer wieder betont... Überraschend früh sind wir dann gegen 18.50 Uhr in der Hütte eingetroffen. Es waren 6 andere Leute dort, alle zusammen Neuseeländer. Die Hütte bietet Platz für 36 Leute, es gab also kein Gedränge und daher eine ziemlich angenehme Atmosphäre.

The 21 km long walk led us mainly through flat and forested terrain. We were heavily laden with food, clothes and camping gear for 5 days. It was a very straightforward track, along the beautiful Lake Rotoiti for about 3 hours and then along the Travers River. At about 5.30 pm we had to notice that dusk arrived much earlier than we anticipated. At 6 pm we  were - according to the signs - still about 1,5 hours away from our destination; the John Tait hut and it was pitch black already. So we put on our headtorches and went on walking. Already on this first day I was glad to know that Chris carried his tent - "just in case", as he used to say. To our surprise we arrived at the hut much earlier at 6.50 pm. There were 6 other people, all Kiwis. The hut houses 36 people, so there was plenty of room and a quite nice atmosphere.

Wegen der Verkühlung haben wir beide sowohl gehustet, als auch geschnarcht. Aber - shit happens - normalerweise müssen wir leiden in den Hütten. Und die anderen waren auch nicht gerade die leisesten... 

Because of our colds we both coughed and snored. This made a nice change; usually it's other people who keep us awake.

 

Tag 2: John Tait Hut bis West Sabine Hut

Day 2: John Tait Hut to West Sabine Hut

Für diesen Tag hatten wir eine Strecke von ca. 14 km, inklusive eines alpinen Sattels, eingeplant. Empfohlen wird, diese Strecke in 2 Tagen zurückzulegen, aber dafür war sie unserer Meinung nach einfach zu kurz. 

We planned to walk about 14 km today, including an alpine saddle. It was recommended to walk this distance in 2 days, but we thought that it was too short for that.

Links: ca. 2 km nach Verlassen der Hütte kamen über einen kleinen Umweg zu diesem sehenswerten, 20 m hohen Wasserfall namens "Travers Falls". 

Left: about 2 km after we left the hut we reached a side track to this 20 m high waterfall called "Travers Falls".

Am Vormittag sind wir zur "Upper Travers Hut" marschiert, um dort unser Mittagessen zu geniessen. Die Wettervorhersage für den Nachmittag war nicht die Beste, aber es hat nach dem Essen nicht so schlecht ausgesehen, darum sind wir einmal losgegangen um zu sehen, wie es sich entwickelt.

In the late morning we walked to the "Upper Travis Hut" to have lunch there. The weather forecast for this afternoon wasn't the best, but after lunch the weather looked good, so we decided to start walking and see what happened.

Oben: die Upper Travers Hut, eine gute Hütte auf bereits 1.310 Metern Seehöhe.

Top: the Upper Travis Hut, a very nice hut, with an altitude of already 1.310 m.

Und das war jetzt nicht unbedingt das Wetter, das wir uns gewünscht hatten. Weil auf einem alpinen Sattel wie dem Travers Saddle mit 1.787 m geht einem dann schon relativ bald mal der Reiss, wenn die Wolken aufziehen und einem plötzlich der eiskalte Wind um die Ohren bläst...

And it wasn't really the weather we would've liked. Because on an alpine saddle like the Travers Saddle you tend to get a bit nervous seeing the clouds coming up and feeling the cold wind blowing around your ears...

Rechts: immer mehr dunkle Wolken und kalter Wind. Da wird man halt dann doch ein bissi nervös.

Right: More and more dark clouds and cold wind. Makes you a little bit nervous.

Darum waren wir schon recht bemüht, möglichst bald wieder von diesem Berg runterzukommen und wir hatten nicht wirklich Zeit für gute Fotos. 

That is why we tried to get off the mountain as quickly as possible, and we didn't really have time to take good pictures.

Links: Das war der Weg bergab - wir kamen unserer nächsten Hütte näher und wurden auch bezüglich des Wetters zunehmend entspannter...

Left: This was the way down - we came nearer to our next hut and we weren't that worried about the weather any more... 

Der Abstieg nach dem Überqueren des Sattels hats dann aber erst so richtig in sich. Im "Lonely Planet" wird ein Teil dieses Abstiegs als "wahrscheinlich der härteste Teil dieses Tages" (den wir ja ohnehin schon verlängert hatten) beschrieben. Wir sind über 1.000 m bergab gegangen - ein Vergnügen für die Knie, frage nicht. Und diesbezüglich halt schon leicht erledigt ist mir dann ca. 1 Stunde bevor wir unser Nachtquartier erreichten noch ein Missgeschick passiert: Bei einer Flußüberquerung (eh klar) bin ich auf einem glitschigen Stein ausgerutscht und hab mir auf einem anderen ziemlich blöd mein linkes Knie angeschlagen. 

The descent after the saddle was very steep. The "Lonely Planet" describes it as "probably the hardest section of the day" (which we had extended already). We descended about 1.000 m - great for the knees! About 1 hour before we reached the hut I had a mishap: while crossing a river (what else!) I slipped on a rock and hit my left knee.

Der Weg zur Hütte ist mir dann doch ziemlich lang vorgekommen... Doch dann freudige Überraschung: keiner da, Hütte ganz für uns allein. Auch nicht schlecht.

After that the track to the hut seemed to become longer and longer... But then we had a nice surprise: nobody there, we had the hut to ourselves. Not too bad...

 

Tag 3: Von der West Sabine Hut bis Sabine Hut

Day 3: From West Sabine Hut to Sabine Hut

Dieser Tag war als Erholungstag eingeplant. Das ist er dann auch geworden. Wir haben lang geschlafen und sind dann erst so gegen 11.30 Uhr aufgebrochen. Wir haben uns nicht beeilt und haben die für diesen Tag geplanten 15 km in der offiziell angegebenen Dauer von 5 Stunden zurückgelegt.

This day was planned to be a relaxing day. And this is was it was. We slept long and left the hut just at about 11.30 am. We didn't hurry and walked the 15 km, which we had planned for this day, in the suggested walking time of 5 hours.

Mein Knie hat doch ein bissl weh getan, war leicht geschwollen und hat alle Farben gespielt. Aber es war eigentlich alles im grünen Bereich - nur die harten kommen durch sozusagen. Wir sind entlang des sogenannten "Sabine River" durch hauptsächlich bewaldetes Gebiet marschiert. 

My knee still hurt a little bit, was swollen and all the colours of the rainbow. But it wasn't too bad - only the strong survive. So we walked along the Sabine River mainly through forest.

Rechts: als wir gegen Mittag von der West Sabine Hut aufgebrochen sind, war von Schlechtwetter keine Rede mehr. Die letzten Wolken habern sich noch krampfhaft an ein paar Bergerln geklammert, doch das auch nicht wirklich erfolgreich. Bilderbuchtagerl wie man sichs nur wünschen kann.

Right: When we left the West Sabine Hut at midday the bad weather was over. Here the last clouds barely cling to the mountains. Not successful. Postcard weather!

Entlang des Sabine River (links) sind wir zur Sabine Hut (unten links) gewandert. Sie ist idyllisch am "Lake Rotoroa" (unten rechts) gelegen, schöne Aussicht inklusive.

Along the Sabine River (left) we walked to the Sabine Hut (bottom left). It is located next to the Lake Rotoroa, (bottom right) giving nice views.

 

In der tollen, fast neuen Hütte mit Platz für 30 Personen war außer uns nur ein sehr netter Israeli. Und weil die Hütte sozusagen zwei große Schlafzimmer hatte, ist uns der praktisch auch nicht aufgefallen. Und obwohl so komfortabel und neu und sauber und leer hab ich diese Hütte einfach nicht leiden können. Keine Ahnung warum...

In the great, nearly new hut housing 30 people there was just a very nice Israeli, nobody else. And the hut had two big sleeping rooms, so we hardly realised he was there. The hut was comfortable and new and clean... - but I couldn't stand it. I don't know why...

 

Tag 4: Sabine Hut bis Angelus Hut

Day 4: Sabine Hut to Angelus Hut

Wegen Verkühlung und meiner Knieverletzung waren wir uns bis zuletzt nicht sicher, ob wir uns diesen, ziemlich anspruchsvollen Teil dieser Wanderung wirklich geben wollen oder uns nicht doch lieber über einen anderen, ebenen Weg wieder zurück in Richtung Auto begeben sollten.

Because of our colds and my injured knee we weren't sure if we really should do this very demanding part of the hike, or if we should rather take another, much easier, track back to the car.

Aber so schlimm waren die Schmerzen halt dann auch wieder nicht. Und auch der Husten war ned so tragisch. Und die Angelus Hut, die wir heute ansteuern wollten, soll eine der am besten gelegensten im Land sein. Chris war schon mal dort, aber ich wollt mir das halt auch nicht entgehen lassen.

But the pain wasn't too bad to begin with. The coughs had improved too. And Angelus Hut, where we wanted to reach is said to be one of the best located huts in the country. Chris has been there before, but I really wanted to see it. 

Also sind wir kurz vor 9.00 Uhr morgens losmarschiert. Oder bessergesagt losgeklettert. Von Marsch konnte nämlich keine Rede sein. Wenige Meter hinter der Sabine Hut begann der Aufstieg auf einen Berg namens Mt. Cedric (1.532 m), über den unser Weg führte. Und der war vom ersten Meter an einfach nur steil. Auf einer Strecke von nur 4 km haben wir über 900 m Steigung bewältigt. Aber wenn man die Wahnsinnsaussicht von da oben einmal geniessen kann, weiß man schnell, dass es die Schinderei wert war.

So we started walking shortly before 9 am. But you can't really call it walk - it was a climb. It started only a few metres behind the hut, up a mountain called Mt. Cedric (1.532 m). From the first metre on it was relentlessly steep, we gained more than 900 m in 4 km. But as soon as we could enjoy the great views from the top of the mountain, we knew that it was worth the effort. 

Und rein wettermäßig betrachtet sind wir halt auch absolut auf die Butterseite gefallen...

And looking at the weather, we realised that luck was with us again.

Lake Rotoroa

Perfekter Ausblick auf die schneebedeckten Berge rundherum

Perfect views of the surrounding mountains 

Sobald wir über die Baumgrenze hinaus gekommen sind, hat die gute Aussicht begonnen. Wir haben oben am Berg ein kleines Mittagspauserl eingelegt und sind dann weiter entlang des Mount Cedric in Richtung Angelus Hut gewandert.

Rechts: Chris beim Mittagessen am Mt. Cedric. 

As soon as we passed the bushline, the views became spectacular. We had lunch on the mountain top and went on along Mount Cedric towards Angelus Hut.

Right: Chris having lunch on Mt. Cedric. 

Rechts: Cedric Route - unser Wegerl, das zunehmend anspruchsvoller wurde...

Unten links und rechts: ... was die Aussicht nicht gerade negativ beeinflusst hat.

Right: The Cedric Route: our track that became more and more demanding ...

Bottom left and right: ... which meant great views

Der Weg wandelte sich mit der Zeit von einer nicht allzu schlechten Route zu einer Kletterei über Felsen. Kein einziger gerader Schritt mehr, nur mehr ein Weiterkommen von Stein zu Stein. Am Anfang wars noch ok, aber so nach einer halben Stunde hat sich mein Knie dann doch ziemlich schmerzvoll zu Wort gemeldet. 

The track changed from an acceptable route to a climb over rocks. Not a single straight step any more, just hopping from stone to stone. In the beginning it was ok, but after about 30 minutes my knee started complaining.

Und als wir dann gegen 14.30 Uhr bei der Angelus Hut ankamen, war ich zwar schwerst beeindruckt von Lage und Aussicht. So gehts offensichtlich vielen, denn die Hütte war ziemlich voll mit mehr als 25 Leuten. Die meisten davon sind nur direkt von St. Arnaud für diese eine Nacht zur Angelus Hut gewandert, um am nächsten Tag wieder zurückzugehen. Der einzige ausser uns, der das volle Programm gespielt hat, war der nette Israeli, mit dem wir schon in der Nacht davor die Sabine Hut geteilt hatten.

We arrived at Angelus Hut at about 2.30 pm. I was very impressed with the location and views. Obviously it wasn't only me, because the hut was quite full with more than 26 people. Most of them came directly from St. Arnaud to Angelus Hut, just for this one night, and went back on the next day. Apart from us the only one who did the whole circuit was the nice Israeli, whith whom we shared Sabine Hut the night previously.

Aber die Schmerzen haben halt auch was können. Und als wir begannen, darüber nachzudenken, wie wir das Knie wieder vom Berg runterkriegen, waren wir doch leicht beunruhigt...

Equally impressive was the pain in my knee. Now that we were up there, we worried how to get my knee down this mountain again... 

Oben links und rechts: Die Angelus Hut. Wunderschön und idyllisch am Lake Angelus (eigentlich 2 Seen) gelegen, eingebettet zwischen Bergen.

Top left and right: Angelus Hut. Wonderful and idyllic located next to the Lake Angelus (actually two lakes), in a beautiful basin surrounded by ridges and peaks.

Rechts: Toller Ausblick von der Hütte auf Lake Angelus kurz vor Sonnenuntergang.

Right: Great view from the hut to Lake Angelus shortly before dusk.

 

Tag 5: Angelus Hut bis Mt. Robert car park

Day 5: Angelus Hut to Mt. Robert car park

Schon kurz nach Sonnenaufgang haben wir festgestellt, dass wir schon wieder ein wunderschönes Tagerl erwischt haben. Keine einzige Wolke am Himmel.

After dawn we noticed, that we had a wonderful day again! There wasn't a single cloud in the sky. 

Rechts: Lake Angelus Freitag früh, nachdem wir kurz vor 8.00 Uhr losmarschiert sind. Wetter wie bestellt. Wurlitzer nix dagegen.

Right: Lake Angelus Friday morning, after we had left around 8 am. It was as if we had ordered the weather specially. 

Kniemäßig ziemlich beeinträchtigt waren wir uns nicht ganz sicher, welchen der drei möglichen Wege zurück in Richtung Zivilisation wir einschlagen sollten. Doch ein (so dachten wir zumindest) recht netter englischer Neuseeländer hat uns die sogenannte "Speargrass Creek Route" wärmstens empfohlen. Geht sich praktisch von allein, ganz easy sozusagen. Und das war sie zu beginn auch (siehe Fotos unten links und rechts).

Because of my knee, we weren't sure which of the three possible routes down towards civilisation we should choose. A quite nice English Kiwi strongly recommended the Speargrass Creek Route to us.  (Perhaps he wasn't quite as nice as we thought.) A walk in the park, very easy... And so it proved... in the beginning... (see pics bottom left and right).

Und zwar so lange, bis wir zum Speargrass Creek kamen. Den mussten wir dann unzählige Male überqueren. Wir wissen nicht mehr wie oft, aber es waren auf jeden Fall zwischen fünf und zehn Mal.

Je weiter wir nach unten kamen, desto größer, tiefer und stärker wurde der Fluss. Die Steine waren nass und glitschig. Mit meinem Knie war das natürlich blöd und ein ziemlicher Balance-Akt, weil ich es nicht so richtig belasten konnte. Und ganz abgesehen davon: Fleissige Leser meines Tagebuchs wissen, dass ichs mit den Flussüberquerungen sowieso nicht so hab... 

Mit der Zeit begannen wir uns zu fragen, ob sich der Typ, der uns die Route empfohlen hat, nur an uns rächen wollte, weil wir ihn verkühlter weise in der Nacht angeschnarcht und angehustet haben. Oder vielleicht kleines Spaßerl. Wer weiß das schon...

Nach ein paar Stunden (wir konntens schon kaum mehr glauben) haben die Flussüberquerungen geendet und der Weg hat uns wieder in bewaldetes Gebiet geführt. Dort dann neue Herausforderung. Schlammschlacht. Aber nasse Füsse hatten wir sowieso schon von den Flussüberquerungen, also war das auch schon wurscht.

Bös waren wir nicht, als wir gegen 15.00 Uhr beim Mt. Robert car park ankamen. Und noch weniger bös waren wir dann über den Australier, den wir dort getroffen haben. Der hat uns nach St. Arnaud mitgenommen, fast bis zum Auto.

Mit dem sind wir dann gegen 16.00 Uhr aus St. Arnaud wieder Richtung Christchurch losgefahren, wo wir kurz vor 22.00 Uhr abends ankamen. Und viel länger häts auch nicht dauern dürfen. Denn Chris musste Samstag früh um 7.00 Uhr arbeiten und ich war zwischen 8.00 und 8.30 Uhr (d.h. Abfahrt um 6.30 Uhr) mit Bob und Marilyn Masefield auf ihrer Farm verabredet, um dort weitere 2 Wochen zu verbringen. Und das bedeutete: Dusche, Tee und ab in die Heia.

...until we reached Speargrass Creek, which we had to cross several times. We don't remember how often we had to cross it but it must have been between 5 and 10 times.

The further we descended, the bigger, wider and stronger the river became. The rocks were wet and slippery. That was a real problem balancing with my knee, because it was painful to put weight on it. And apart from that: People who read my diary know that I'm not a great fan of river crossings.

By time we started to wonder if the bloke who recommended the route to us just wanted to revenge himself because we snored and coughed in the night. Or maybe a little joke. Who knows?

After a few hours (we could hardly believe it) the river crossings finally finished and we came back into forrested terrain. There we were faced with a new challenge: mud. But our feet were wet already, so we didn't care anymore.

So we were quite happy to reach Mt. Robert car park at about 3 pm. And we were even happier about the Australian guy whom we met there. Because he gave us a lift to St. Arnaud, near to my car.

At about 4 pm we left St. Arnaud back towards Christchurch, where we arrived at about 10 pm which was just in time, because Chris had to work Saturday morning at 7 am and I had an appointment with Bob and Marilyn Masefield at 8 o'clock (which meant leaving at 6.30 am), for staying at their farm for further 2 weeks. 

 

Die Wanderung war der absolute Hammer und liegt in meinem persönlichen Neuseeland-Wander-Ranking ganz weit oben.

This hike was great and I ranked it among the best hikes I've done in New Zealand so far.

 

Ich schick Euch viele liebe, entspannte und äußerst zufriedene Grüße

Isabelle

 

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