| Ich grüße nach
einem ereignisreichen Tag!
Was jetzt nicht im geringsten negativ
anzusehen ist, ganz im Gegenteil! Da wir uns beide langsam dem Ende
unseres Neuseeland-Urlaubs nähern, ist die Zeit gekommen, wo wir unsere
Autos wieder loswerden müssen.
Und darum sind Volkmar und ich sind heute
kurz nach 7.00 Uhr früh aus der Waikatoa Surf Lodge in Port Waikato
aufgebrochen und nach Auckland gefahren. Gegen 8.30 Uhr waren wir am
vorläufig geplanten Ziel: derr "Ellerslie Racecourse Car
Fair" in Auckland. Der Name hat nicht wirklich was zu bedeuten,
Ellerslie ist der Stadtteil in Auckland, wo die "Messe" war
und Racecourse steht nur darum im Namen, weil sie eigentlich direkt an
der (Pferde)-Rennbahn stattgefunden hat.
Vom Ablauf dieser Geschichte war ich
ziemlich beeindruckt:
Man fährt zum Eingang, wo ein paar nette
Leute stehen, die Gebühr von $ 30,- kassieren und sich nach Baujahr und
Preis des Autos (für beides hab ich mir die schöne Zahl 1990
ausgesucht) erkundigen. Dieser Auskunft entsprechend schreiben sie
ein Schild, das man hinter der Windschutzscheibe anbringt. Man fährt
weiter ins Gelände, wo man von ein paar anderen ebenso netten Leuten zu
einem dem Auto und dem Preis entsprechenden Platz dirigiert wird. Meiner
z.B. war am Platz "Cars under $ 5.000,-". Und dort stehen dann
wieder andere, noch immer sehr nette, die einem einen bestimmten
Parkplatz
zuweisen.
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Und dann gehts los! Im Prinzip steht man
halt bei seinem Auto herum (bzw. sitzt drin) und hofft, dass jemand des
Weges kommt, der es kaufen will. Und potenzielle Käufer gibt es genug.
Die Betrüger (sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite)
sind auch relativ offensichtlich erkennbar. Immer wieder werden
Motorhauben geöffnet, Probefahrten unternommen, Reifen gecheckt. Überall
wird verhandelt und gefeilscht. Ich sags Euch, türkischer Basar nix
dagegen!
Das Interesse an meinem Auto war nicht
besonders groß, leider hab ich es nicht verkauft. Daraus hab ich
geschlossen, dass ich wohl zu teuer bin. Gegen 1.00 Uhr war der ganze
Spuk praktisch schon vorbei, die Leute und auch die Autos (teilweise
verkauft, teilweise nicht) sind langsam wieder abgezogen.
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| Ich hab - mal
abgesehen von der interessanten und lustigen Erfahrung - aus der
Geschichte eines gelernt: Offensichtlich war ich zu teuer. Also hab ich
ein neues Schild geschrieben mit dem Preis $ 1.500,- und habs ein paar
Mal kopiert. Dann bin ich eine Runde in Auckland gegangen und hab das
Schild in ein paar größeren Backpackers und Internetcafes aufgehängt.
Ca. 2 Stunden später haben mich zwei amerikanische Jungs angerufen, die
interessiert waren. In etwa eine weitere Stunde später waren sie bei
meinem Backpackers und haben sich das Auto angesehen und noch eine
Stunde später sind sie gemeinsam mit meinem Auto wieder abgedüst,
nachdem sie mir $ 1.350,- dagelassen haben.
Somit hab ich das Auto um genau $ 500,-
weniger verkauft, als ich ich gekauft habe. Wenn man da jetzt noch die
Versicherung von $ 115,-, die Steuer von $ 55,- und das Pickerl (hier
WOF genannt, für Warranty Of Fitness) um $ 40,-
dazuzählt, hat mich das Auto für 7 Monate insgesamt $ 710,- gekostet.
Das macht pro Tag in etwa $ 3,40, was wiederum ca. € 1,90 sind. So
berechnet hab ichs glaub ich nicht so schlecht gemacht... |
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Fast schon im Vorbeigehen hab ich einem
Engländer meinen Reiseführer um $ 10,- verkauft. Gutes Gefühl, ein
paar Dinge auf sinnvolle Art und Weise loszuwerden, dachdem sie ihren
hilfreichen Part in meinem Leben erledigt haben...
Viele liebe und hochzufriedene Grüße
schickt
Isi |