| 22., 23., 24. und 25. Juni 2005 | |
| Great
Barrier Island
Reif für die Insel? |
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| Hallo
alle zusammen!
Diese Zeilen entstehen handschriftlich während meines Aufenthalts auf Great Barrier Island und wurden nach meiner Rückkehr nach Auckland in den Labtop bzw. auf meine Webseite übertragen. Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, ob ich hier her auf diese Insel im Norden Neuseelands, ca. 100 km westlich von Aucklands Innenstadt, kommen soll. Es hat nicht lange gedauert, um herauszufinden, dass es eine gute Idee war. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war. So ist das Ganze abgelaufen:
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| Mittwoch,
22.6.:
Mein Wecker hat bereits um 5.30 Uhr in der Früh geläutet. Um 6.15 Uhr hat mich der Shuttle-Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo ich pünktlich um 7.15 Uhr bei der Mini-Fluglinie "Mountain Air" eingecheckt habe. So Mini wie die Fluglinie war auch das Flugzeug, besetzt nur mit dem freundlichen Piloten, mir und einem weiteren Passagier. Mountain Air fliegt ausschließlich auf der Nordinsel, das Ticket Great Barrier Island und zurück hat mich insgesamt NZ $ 174,- (= € 100,-) gekostet. Nähere Infos zu Mountain Air gibts auf www.mountainair.co.nz. |
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| Um 7.45 Uhr sind wir
bei starker Bewölkung und Wind plangemäß gestartet. Der Pilot meinte,
dass es wohl holprig wird. Naja - kurz gesagt - er hatte recht.
Entsprechend froh war ich darüber, dass der Flug von Auckland nach
Great Barrier Island nur eine halbe Stunde dauert.
Rechts: Die Mountain-Air-Maschine, die mich sicher auf die Insel gebracht hat. |
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| Die
Aussicht war ein Hammer, aber die Turbulenzen (und dazu meine Bemühungen,
den Inhalt meines Magens an seinem Platz zu behalten) haben es mir
leider unmöglich gemacht, Fotos zu schießen. Als mir dann, schön
durchgebeutelt, wenige Minuten vor der Landung im Sekundenabstand heiß
und kalt wurde, hab ich mich doch kurz gefragt, obs das wert war. Aber
es hat nur einen
Blick aus dem Fenster gebraucht um schon zu diesem Zeitpunkt zu wissen: JA - das wars wert!
Angekommen auf Great Barrier Island (die Start- und Landebahn ist eine größere Wiese) gegen 8.15 Uhr hab ich erst mal bis 9.00 Uhr gewartet. Um 9 hat nämlich das Information Center geöffnet, wo ich interessante, freundliche und auch hilfreiche Infos über die Wanderwege der Insel bekam. Danach bin ich ins (einzige) Kaffeehaus im Ort auf einen Kaffee gegangen. Gegen 10.30 Uhr bin ich dann im vorab gebuchten "Crossroads-Backpackers" angelangt, wo mich der freundliche Inhaber Bruce empfing. Ich hab ihn nach dem Wetter gefragt, weil mir die Wolken am Himmel doch etwas besorgniserregend ausgesehen haben. Doch Bruce meinte nur, dass das ganz normal sei. Die ziehen alle über Great Barrier Island drüber und gehen in Auckland runter hat er gemeint. Der muss es ja wissen hab ich mir gedacht und bin wandern gegangen. Dabei hab ich zwei Dinge gelernt:
Der "Te Ahumata Track", den ich mir für meinen ersten Tag auf der Insel ausgesucht hab, hat sich in eine reine Rutschpartie verwandelt. Trotz der erfrischenden Gratis-Duschen bin ich weitermarschiert, denn umdrehen wär zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr kürzer gewesen.
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| Nicht, dass sie einen am Eingang nicht warnen würden, nur wie ich bei diesem Schild vorbei bin, hats noch nicht geregnet... | Dieser North Island Kaka hat mich bereits nach wenigen Minuten am Te Ahumata Track begrüßt. Selten, denn normalerweise ist diese Papageienart eher zu hören, als zu sehen. |
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| Links:
Der Te Ahumata Track ist toll ausgebaut. Problemlos sozusagen - solang
er trocken ist.
Oben: trotz des schlechten Wetters war die Aussicht einfach ein Hammer. |
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Freitag, 24.6.:
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Erst um 8.00 Uhr früh bin ich aufgewacht, und
der erste Blick aus dem Fenster war nicht berauschend. Es hat geschüttet
und der Boden hat auch so ausgesehen, als wär das schon seit vielen
Stunden so gewesen. Ich hab gewusst, dass ich den Fluss, über den ich
gestern 7 Mal drüber musste, heute noch 3 Mal überqueren muss. Darum hab
ich mich beeilt, meine Sachen zusammenzupacken und loszumarschieren, bevor
er so anschwillt, dass er unpassierbar wird.
Und das war er ohnehin schon fast. Das Wasser war kniehoch und die Strömung stark. Aber ich bin durchmarschiert und hab mich dann auf den Weg in die nächste Ortschaft, Port Fitzroy, gemacht. Bei diesem Wetter wollte ich den für heute geplanten Okiwi Coastal Track nicht machen. Dieser Track hätte mich wieder zurück in Richtung des Crossroads Backpackers geführt. Nach ca. 1 Stunde bin ich in Port Fitzroy angekommen, wo die unglaublich netten Mitarbeiter der (wieder einzigen) Greißlerei (und auch gleichzeitig Postamt, Alkoladen, Souvenirgeschäft, Busstation und Kaffeehaus) die Busgesellschaft für mich angerufen haben, und mir einen Bus bestellt haben. Der wär nämlich sonst heute gar nicht hier durchgekommen. Gegen 12.30 Uhr wird er da sein, haben sie gemeint. Ich hab mir trockene Sachen angezogen, einen Kaffee getrunken und gewartet. Und mit den netten Leuten geplaudert. |
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rechts: Draußen an der Wand des Shops waren (was für
Neuseeland eigentlich eher unüblich ist) in schönen verschnörkselten
Lettern die Öffnungszeiten angeschlagen. Das hat folgendermaßen
ausgesehen (hab sogar die richtige Schrift gefunden!):
Und während der Plauderei hab ich einiges erfahren. Zum Beispiel, dass heute "Polar Plunge" ist. Weil mitten im Winter sozusagen. Einmal im Jahr kommen da die Leute von Port Fitzroy zusammen und springen - teilweise uniformiert bzw. kostümiert - ins Meer. Manchmal auch die Polizisten hab ich mir sagen lassen (diesmal leider nicht), auf jeden Fall also die DOC-Mitarbeiter und jede Menge Kinder. |
BUSINESS HOURS: OPEN Most days about 9 or 10 Occasionally as early as 7 But some days as late as 12 or 1 CLOSED We close about 5.30 or 6 Sometimes as late as 11 or 12 Some days we aren't here at all Lately I've been here just about all the time... Except when I'm someplace else
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So wahnsinnig kalt (ca. 15 °C) war es
eigentlich nicht, dass man guten Gewissens das "Polar" vor den
"Plunge" setzen kann. Aber für die Leute da halt schon tiefster
Winter.
Und so hat also das nicht so berauschende Wetter und das nicht so vielbeschäftigte Busunternehmen dazu geführt, dass ich den Port Fitzroy Polar Plunge miterleben durfte. Und das will ich Euch natürlich keinesfalls vorenthalten. Die besten Aufnahmen hier exklusiv nur für Euch. |
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Um die Mittagszeit bin ich mit dem (extra für mich angereisten) Bus zurück zum Crossroads Backpackers gefahren (die $ 20,- wars mir diesmal wert). Es hat nach wie vor ordentlich geregnet, also hab ich Nachmittag und Abend mit Kaffee trinken und plaudern verbracht. Doch recht gemütlich muss ich sagen... Am Abend im Pub hab ich festgestellt, dass ich schon eine Menge der Inselbewohner kenne (sind ja nur so ca. 1.500 an der Zahl). Da steht der Elektriker, dort der Tankwart und da die Shopmitarbeiterin. Wenn ich noch eine Woche länger hier bleiben würde, würd ich sie wahrscheinlich alle kennen... |
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Samstag, 25.6.: In der Früh hats noch immer geregnet wie mit Schaffeln. Ich hab geglaubt ich bin im falschen Film. Aber dann hats relativ plötzlich aufgehört und ich hab sofort die Chance ergriffen, und bin zu einer nahegelegenen Bucht spaziert, wo man angeblich oft Delphine sieht. Leider hab ich mit den Delphinen kein Glück gehabt, aber zumindest war der Strand sehr schön und ich hatte einen netten Spaziergang. |
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Oben links: toller Regenbogen über
der Blind Bay, am noch stark bewölkten Himmel
Oben rechts: Der schöne Strand der Blind Bay Links: Wemma allein geht muss ma selba Foto machen... Dafür ist die Digicam gar nicht schlecht! |
| Rechts: einer von vielen, sehr alten Pohutukawa-Bäumen in der Blind Bay. Dieser Baum blüht mit sehr schönen, großen und roten Blüten im Dezember, was ihm den Namen "Christmas Tree" eingebracht hat. Der Baum wird bis zu 20 m hoch und der Stamm kann bis zu 2 m Breite erreichen. | |
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Als ich von meinem ca. 3-stündigen Spaziergang zurückkam, hats wieder zu regnen begonnen. Da war ich dann doch ziemlich froh, dass mich mein netter Gastgeber Bruce (dessen Geburtstagsparty gerade von Gattin Kate und Tochter vorbereitet wurde) zum Flughafen geführt hat. |
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Und sogar vom Flughafen aus und
im Regen ist die Insel immer noch ein Hammer. Links tolle Lichtverhältnisse
kurz vor Sonnenuntergang.
Um 17.00 Uhr bin ich mit Mountain Air wieder zurück nach Auckland geflogen. Wieder kleine Maschine (ev. die selbe) und wieder ein hübscher Pilot (sicher ein anderer). Aber trotz des schlechten Wetters ein sehr angenehmer Flug! |
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Als ich in Auckland im Verandahs Backpackers angekommen bin, bin ich sozusagen gleich ins nahegelegene Irish Pub gebeten worden, wo schon das halbe Backpackers anwesend war, um die erste Begegnung der British Lions gegen die neuseeländischen All Blacks im Rugby zu begießen. Eigentlich war das ganze Land im Rugby-Fieber. Zum Beispiel die Beleuchtung des Auckland Sky-Tower wurde heute nacht als Unterstützung für das neuseeländische Team abgeschaltet und war somit auch "All Black". Und die Kiwis haben sich gefreut. Denn die All Blacks haben haushoch gewonnen. Und die Isi hat (wirklich nur) ein bissi was über Rugby gelernt. Morgen früh gehts wieder auf die Ellerslie Car-Fair. Denn ein Auto (Volkmars Jeep) sollte ich noch verkaufen... Schauma mal... Viele liebe Grüße schickt Isi
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