| 8. Dezember 2004 | |
| Unterwegs nach Auckland | |
| Hallo Ihr Lieben! Ich sitz gerade im Bus nach Auckland. Natürlich nicht, während ich das hier tippe - da sitze ich dann schon in Auckland im Internetcafe - aber sozusagen beim Vorentwurf - wie erwähnt - Busfahrt nach Auckland. Es gibt ja schon wieder so viel zu erzählen (darum auch Vorentwurf), ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mal mit einer guten Nachricht - das kann nie schaden: Bubbles fest verbundenes Bein hat sich nach wie vor nicht (merkbar) entzündet. Es scheint irgendwie (aber ganz sicher nicht richtig) zusammenzuwachsen und er beginnt, wieder ein bisschen damit aufzutreten. Es ist unglaublich, der kleine Kerl hält wirklich viel aus... Inzwischen sind meine deutsche Kollegin Karin und ich zu einem richtigen Urlaubs-Team zusammengewachsen. Auch jetzt, auf dem Weg nach Auckland, sitzt sie neben mir im Bus. Sie wird morgen früh zu einer anderen Farm weiter im Norden aufbrechen. Ich werde den morgigen (Donners)Tag in Auckland verbringen und Freitag Vormittag zum Flughafen fahren, um meine Heimreise anzutreten. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich euch in meinem letzten E-Mail erzählt, dass Karin und ich nach Napier gefahren sind. Mit Hin- und Rückreise haben wir bei diesem Ausflug fast 1.000 km runtergespult. Und inzwischen kann ich behaupten, dass ich mich zum regelrechten Linksfahr-Profi entwickelt habe - jetzt wo ich wieder nach Hause fliege und die ganze Umgewöhnerei wieder von Vorne beginnt. Obwohl wir das ursprünglich nicht so geplant hatten, haben wir aus unseren 2,5 Napier-Tagen das maximal-Mögliche herausgeholt. Ich sags euch - es ging Schlag auf Schlag - Reiseveranstalter-Highspeed-Sightseeing-Tour nix dagegen: Do 19.30: Ankunft in der vorreservierten Frühstückspension und ausgiebige Frischmachorgie nach 1 Monat Farm Do 21.00: 30 Minuten Fußmarsch ins Stadtzentrum zum Abendessen in einem netten irischen Lokal namens "The Governers" (würde Arnie sicher gefallen...) Do 23.00: Eigentlich schon am Heimweg in einem Lokal namens "Flaherty's" hängen geblieben. Wir sind durch herausdröhnende Live-Musik darauf aufmerksam geworden - ein hochqualitativer Mix aus Funk, Soul, Jazz und Rap. Die auch quantitativ beachtliche Gruppe hatte merklich Spaß an der Geschichte, wenn einem von denen mal die Luft ausgegangen ist, haben die anderen einfach weitergespielt und er hat kurz pausiert. Mit fortschreitender Stunde ist die Musik immer besser geworden, aber trotzdem sind Karin und ich gegen 2.30 Uhr unserer Müdigkeit erlegen und wir haben uns ein Taxi zurück zur Frühstückspension genommen. |
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| Fr. 9.00: Frühstück
bei einer netten Plauderei mit unseren schon fast abnormal freundlichen
Gastgebern, einem älteren Kiwi-Ehepaar namens Nancy und Noel Lyons. Hier
ein Foto von den beiden, auf Ihrer Website www.hillcrestnapier.co.nz
könnt Ihr mehr über sie erfahren. Fr. 10.00: Fahrt ins Stadtzentrum, Einkaufsbummel mit Internetcafe |
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Fr. 14.00: Fahrt in eine Ortschaft ganz in der Nähe, um unsere ehemalige japanische Kollegin Rie von ihrem damaligen Arbeitsplatz (wieder eine Farm) abzuholen. |
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| Fr. 15.00: Besuch des beeindruckenden Aquariums von Napier. Dort u. a. ein Spaziergang durch ein riesiges Wasserbecken (da ging ein Tunnel für die Besucher durch, rundherum war alles Wasser) mit Haien und unzähligen anderen interessanten Meeresbewohnern. | |
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Fr. 19.00: Kurze Fahrt zum "Cape Kidnappers", von dem man hier
so viel hört, um einmal herauszufinden, worum es sich dabei überhaupt handelt. Ergebnis: Es ist ein Kap, welches unter Naturschutz steht und hauptsächlich als Vogelbrutstätte dient. Ist nicht mit dem Auto, sondern nur mit geführten Traktor- Touren, oder durch 14 km-Fußmarsch erreichbar. Karin und ich waren ganz aus dem Häuschen und haben das für Samstag Mittag eingeplant. Fr. 20.00: Rückfahrt in die Ortschaft von Ries Farm. Abendessen zu dritt beim Chinesen und dann ein paar Drinks in einem gut besuchten Dorf-Wett-Lokal, in dem wir eindeutig die einzigen Touristen waren (tut schon ganz gut hin und wieder). Fr. 23.00: Rie auf ihrer Farm abgesetzt und Heimfahrt Richtung Frühstückspension - für Körperpflegeorgie Nr. 2. Sa. 9.00: Frühstück und Abschied von unseren entzückenden Gastgebern |
| Sa. 10.00:
Fahrt in die Stadt, um Karin das Händchen während des Stechens eines
Nasenpiercings (AUTSCH!) zu halten. Hier ein Foto des Schmuckstücks, nur
wenige Stunden später aufgenommen. Sa. 11.00: Kaffeepause im Stadtzentrum Sa. 12.00: Aufbruch Richtung Cape Kidnappers |
| Sa. 20.00: Antritt der
Heimreise nach Ohakune, wo wir genau um 24.00 Uhr eingetroffen sind. |
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Na was sagt ihr, ordentliches Programm, oder? Keine Sekunde verschwendet! Der Sonntag war ein verregneter Arbeitstag. Am Montag bin ich nach Palmerston North gefahren, eine relativ große Stadt ca. 200 km südlich von Ohakune. Ich habe dort mein Auto versichern lassen (man fühlt sich ja doch besser...) und mich beim Einwanderungsbüro über die rechtlichen Begebenheiten für Touristen, die nicht genug kriegen können, erkundigt. Was dabei genau herausgekommen ist, erzähl ich allen, die es interessiert, persönlich, das würde den Rahmen dieses ohnehin schon beachtlichen Mails endgültig sprengen. |
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Gestern Abend und heute haben wir also dann unsere Sachen gepackt (ich habe einiges - u. a. das Auto - auf der Farm gelassen) und uns auf die Reise gemacht. Der Bus, in dem wir uns gerade befinden, wird nach 6-stündiger Fahrt in wenigen Minuten in Auckland ankommen. Unsere japanische Freundin Rie hat schon ein sms geschickt. Sie ist inzwischen auch in Auckland, morgen (Donnerstag) werd ich mir ein nettes Tagerl mit ihr machen. In diesem Sinne schicke ich viele herzliche, entspannte und gesunde Grüsse in die Heimat - bald habt Ihr mich für einen 3-Wochen-Urlaub-vom-Urlaub wieder. Bevor ich dann wieder auf Urlaub fahre sozusagen... Bussi, Isabelle |