GLÜHWÜRMCHEN

GLOW WORMS

(Arachnocampa luminosa)

 

Was hier aussieht wie ein Sternenhimmel, ist die Wand einer

von Glühwürmchen bewohnten Höhle

 

Glühwürmchen sind faszinierende kleine Geschöpfe. Sie sind das Larvenstadium einer kleinen Mücke (ca. 2 bis 4 cm lang). Vom Körper des "Wurms" bzw. von einem Hauptfaden hängen bis zu 70 dünne klebrige Fäden herunter (siehe Foto), mit welchen ein fliegendes Insekt, das vom Glühlicht angezogen wurde, gefangen wird. Das Glühwürmchen rollt den Faden auf und verspeist die Beute oder lagert sie für schlechte Zeiten.

 Die "Lassos" der Glühwürmchen

 

Während der acht Monate des Glühwürmchendaseins durchläuft es fünf Larvenstadien, bis es sich verpuppt. In etwa drei Monaten Puppenruhe vollzieht sich die Verwandlung in eine Mücke. Jetzt bleiben nur drei Tage Zeit, um sich von einem Männchen befruchten zu lassen und Eier abzulegen. Danach stirbt das Insekt. Drei Wochen danach schlüpfen die Larven und der Zyklus beginnt von neuem. Einige unglückliche Exemplare kommen nicht einmal bis zur Befruchtung. Weil es mit ihrem Gedächtnis nicht so weit her ist, fühlen sie sich durch die kleinen Lichter angezogen und enden als Mahlzeit eines Verwandten.

Lebenszyklus eines Glühwürmchens

 

Glühwürmchen kommen in Neuseeland nicht nur im Regenwald und an feuchten Felsüberhängen, sondern auch in Grotten und Höhlen vor. Glühwürmchen sind geräusch- und lichtempfindlich und schalten sich auch bei plötzlichem Lärm einfach ab.